Handlungsfelder

Erhalt der Moorböden

Erhalt der Moorböden

Von ehemals ca. 12.000 bis 15.000 ha Moorböden sind noch etwa ein Drittel, d.h. 9.400 ha in unterschiedlicher Qualität vorhanden. Davon sind ca. 4.400 ha noch echte Moorböden und ca. 5.000 ha in degradierter Form (Anmoor, Humusgley) vorhanden.

Daher sind wichtigste Aufgabe und gleichzeitig größte Herausforderung im Drömling die langfristige Sicherung der verbliebenen Niedermoorflächen durch Anpassung der Grundwasserstände und zeitweilige Überflutungen in den Wintermonaten. Die Umsetzung erfolgt so, dass Siedlungsbereiche davon nicht berührt werden.

Entwicklung von Feuchtgrünland

Entwicklung von Feuchtgrünland

Das gebietstypisch durch Gräben, Flutmulden und Flurgehölze strukturierte Grünland soll als Lebensraum spezifischer Tier- und Pflanzenarten, wie z.B. Weißstorch, Kiebitz und Moorfrosch oder Kohldistel, Sumpfdotterblume und Wollgras, entwickelt und gesichert werden.

Voraussetzung dafür ist die Schaffung geeigneter Grundwasserverhältnisse. Echte Feuchtwiesen sind gegenwärtig auf ca. 240 ha zu finden. Der Amphibienreichtum dieser Flächen wird an der Populationsdichte von über 40 Brutpaaren des davon leben Weißstorchbestandes deutlich.

Naturnahe Waldentwicklung

Naturnahe Waldentwicklung

Naturnahe Waldentwicklung ist im Drömling insb. in den ca. 900 ha großen Totalreservaten rechtlich festgelegt. Darüber hinaus findet auf den ca. 480 ha Waldflächen des Zweckverbandes eine Entwicklung zu naturnahen Wäldern statt.

Nach Einstellung der forstlichen Nutzung wurden hier u.a. in großem Umfang strukturreiche Waldränder angelegt. Viele dieser Wälder hat inzwischen der Kranich als Brutreviere erobert. Die wichtigsten Waldtypen sind der Erlen-Eschen- und der Eichen-Hainbuchen-Wald sowie der Erlenbruchwald.

Gewässerrevitalisierung

Gewässerrevitalisierung

Das Hauptgewässer des sachsen-anhaltischen Drömlings, die Ohre, bestand hier vor der Kultivierung aus einem verästelten Gewässernetz ohne erkennbaren Flusslauf. In mehreren Etappen wurde die Ohre kanalförmig ausgebaut, eine Vielzahl von Entwässerungsgräben angelegt sowie nach und nach Wehranlagen zur Regulierung der Wasserstände errichtet.

Eine Rückkehr zur ursprünglichen Feingliederung des Gewässersystems ist heute nicht mehr möglich. Die Hauptgewässer sollen jedoch soweit strukturell aufgewertet und ökologisch durchgängig gestaltet werden, dass die nunmehr typische Fisch- und sonstige Gewässerfauna mit u.a. Schlammpeitzger und Karausche geschützt und gefördert wird.

Besucherlenkung

Besucherlenkung

Der Drömling stellt eine einmalige Kulturlandschaft dar, deren Entwicklungsetappen noch heute sichtbar sind. In Verbindung mit der Naturnähe und landschaftlichen Schönheit erklärt sich die Eignung des Gebietes für die Erholungsnutzung. Grundlage für eine touristische Nutzung ist allerdings die Einsicht im Hinblick auf das ökologisch Verträgliche.

Das Konzept eines „Sanften Tourismus“ soll auf das landschaftstypische Erlebnis und die Naturbeobachtung sowie die Erschließung der Siedlungen mit ihren kulturhistorisch wertvollen Bauwerken und Anbindung an landwirtschaftliche Angebote ausgerichtet werden.

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